Kälte aus Abwärme für Chile

Von: pak
Chilenische Besucher an der Hochschule Offenburg (Foto Hochschule)

Im September besuchte eine chilenische Delegation das Institut für Energiesystemtechnik (INES). Die Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer  organisierte diese Delegationsreise gemeinsam mit der Renewables Academy in Berlin, um den wissenschaftlichen Austausch zwischen Experten beider Länder zu stärken.

Vertreter aus der Lebensmittel- und Energiebranche informierten sich an verschiedenen Standorten über Technologien für mehr Energieeffizienz in der Lebensmittelindustrie. Am INES ging es um den Einsatz von Adsorptionskältemaschinen, die aus industrieller Abwärme Kälte bereitstellen.

Die Delegation zeigte sich begeistert von der Laborinfrastruktur und Versuchsumgebung rund um die energieeffiziente Strom-, Wärme- und Kältebereitstellung am Campus Nord. Und so überzeugte auch die Kältebereitstellung der Adsorptionskältemaschine mit realen thermischen Lasten im so genannten Hardware-in-the-Loop-Betrieb die Experten.

Professor Jens Pfafferott erläuterte dabei die Einsatzmöglichkeiten der thermisch angetriebenen Kältebereitstellung: „In der Lebensmittelverarbeitung fällt bei der Verarbeitung Abwärme mit Temperaturen bis zu 80 °C an, die oft nicht genutzt werden kann. Treibt diese Abwärme aber eine Adsorptionskältemaschine an, stellt diese Kaltwasser bei 8 bis 13 °C bereit. Mit diesem Kaltwasser kann z.B. eine Klimanalge betrieben werden, um Rohstoffe und Produkte oder den Fertigungsbetrieb zu kühlen. Damit wird bei einem sehr geringen Einsatz von elektrischer Energie für den Betrieb der Adsorptionskältemaschine und des Kühlturms aus ungenutzter Abwärme wertvolle Kälte.“

 

Kontakt:

jens.pfafferott@hs-offenburg.de

ines.hs-offenburg.de

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