Smart Grid

Im Institutsgebäude am Standort Campus Nord wird ein komplexes dreiphasig ausgelegtes Stromnetz als INES Smart Grid betrieben, das möglichst aus erneuerbaren Energiequellen gespeist wird. Drei Photovoltaikgeneratoren sorgen mit je 2,16 kW Peakleistung für einen bedeutenden Beitrag aus Solarenergie. Für die Zwischenspeicherung der Energie wird eine stationäre Batterie geladen, Wasser über einen Elektrolyseur in die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff getrennt oder der Traktionsbatterie des Elektrofahrzeuges „betankt“. Als Energienutzer können drei Büros des Georg-Dietrich-Kollegiengebäudes in das Stromnetz integriert werden. Bei Dunkelheit oder Bewölkung kann, bei entsprechender Energienachfrage, der gespeicherte Wasserstoff mit einer Brennstoffzelle wieder in Strom umgewandelt werden. Die Energiebereitstellung aus regenerativen Energiequellen wird durch einen Windgenerator mit 4,5 kW Peakleistung ergänzt.

Die intelligente Steuerung der einzelnen Komponenten erfolgt über ein prädiktives Energiemanagement welches Wetter-, Bedarfs- und Nutzungsprognosen berücksichtigt.

Die Automations- und Kommunikationsstruktur erfolgt auf SPS-Basis mit direkter Kopplung mit der Managementebene des INES Smart Grids. Damit lässt das komplexe Zusammenspiel von Datenerfassung von Zählern und Netzzuständen, der Reglung und Steuerung sowie Ertrags- und Bedarfsprognosen in einem Energiemanagementsystem abbilden.