Laufende Projekte

village.school (2021 - 2023)

Sowohl marokkanische als auch deutsche (Grund-)Schulen stehen vor einem Wandel und sehen sich mit Problemen konfrontiert, die zwar auf unterschiedlichen Ebenen liegen und sich in den beiden Gesellschaften auch unterschiedlich auswirken, die aber – abgesehen von den aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem – auf ähnliche strukturelle Probleme zurückgeführt werden können:

  • Erreichbarkeit durch die Schüler
  • Relevante Größe
  • Einzugsgebiet
  • Kostenstruktur im laufenden Gebäudebetrieb.

In beiden Ländern spielen dabei die Aufwertung bzw. der Erhalt des ländlichen Lebens eine zentrale Rolle.

village.school konzentriert sich auf die gebäude- und energietechnische Gestaltung kleiner Schulen: Bausubstanz, wirtschaftliche Energieversorgung, Nutzung digitaler Methoden (insbesondere in der Betriebsüberwachung) sowie praktikable und lokal angepasste Energiekonzepte.

Drei Leitfragen skizzieren die Zielsetzung:

  1. Wie werden solche Gebäude- und Energiekonzepte projektspezifisch und lokal angepasst ausgearbeitet?
  2. Welche Erfahrungen können aus einer prototypischen (oder beispielhaften) Projektrealisierung auf den Aufbau energieeffizienter (Dorf-)Schulen übertragen werden?
  3. Wie tragen leistungsfähige, gute (Dorf-)Schulen zur ländlichen Entwicklung bei?

Diese Fragen sollen in einer Tandem-Promotion in Marokko und Deutschland von zwei Wissenschaftlerinnen bearbeitet werden. Mit dem Ziel, ein praxisnahes Lehrkonzept für marokkanische Universitäten zu entwickeln, um nachhaltige Energietechnik in der Ausbildung zu verankern.

Projekt-ID 57545571

BUiLD.DIGITiZED (2020 - 2023)

Die Baubranche setzt sich seit mehreren Jahren mit dem Building Information Modeling (BIM) zur optimierten Planung auseinander. Allerdings halten BIM-Methoden nur langsam Einzug in die TGA-Planung, die Ausführung und in die Betriebsphase von Gebäuden.

Dieses Projekt entwickelt BIM-Methoden für die Inbetriebnahme und betriebsbegleitende Optimierung von TGA-Anlagen und demonstriert diese an einem Niedrigstenergiegebäude, dem Regionalen Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) an der Hochschule Offenburg.
Damit gibt das Projekt Impulse zur breiten Anwendung von BIM-Methoden von der Entwurfsplanung über die Ausführung bis hin zur Inbetriebnahme.

FKZ: 03EN1021A

SHK4FutureEnergysystems (2019 - 2020)

Studenten und Berufsschüler demonstrieren gemeinsam, wie aus einem Container ein Informationspunkt werden kann, der Elemente der Versorgungstechnik hervorhebt und ihre Funktionsweise anschaulich macht. Weitere Informationen finden sich hier.

Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Kooperation mit Fraunhofer ISE, Handwerkskammer Freiburg und Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule Freiburg

MEO - Modellexperimente in der operativen Energiesystemanalyse (2019 - 2022)

Das Programmsystem µGRiDS ermöglicht die operative Energiesystemanalyse von kleinskaligen, dezentralen Energieverbundsystemen und deren dezentrale Regelung basierend auf Preissignalen. Die optimalen Betriebsstrategien basieren auf einer realen Anlage und beinhalten das Engineering-Know-how über die einzelnen Komponenten. Darüber hinaus können anhand von bereits bestehenden Modellen unterschiedlich große Energiesysteme, die beispielsweise mehrere Blockheizkraftwerke oder Wärmepumpen umfassen, entwickelt und umgesetzt werden. Neben dem Preissignal wird auch die Wärme- und Kältelast im Optimierer berücksichtigt.

FKZ 03ET4078H

ACA-MODES - Advanced Control Algorithms for the Management of Decentralised Energy Systems (2019 - 2022)

Die Energiewende führt zu mehr erneuerbaren Energien und Dezentralität. Die sich ergebende größere Vielfalt, die umfassende Partizipation und die höhere Komplexität erfordern dabei einen tiefgreifenden Umbau der Infrastruktur zur Verteilung und Speicherung von Energie. Um eine sowohl sichere wie auch günstige Versorgung gewährleisten zu können, werden in der Literatur unter anderem Lösungsansätze auf Prosumer-Ebene mit Sektorenkopplung diskutiert. Durch eine intelligente Vernetzung und Regelung dieser Systeme kann die gewonnene Flexibilität zur Unterstützung des Netzes eingesetzt werden. Dazu entwickeln wir

- systemübergreifende, netzdienliche Regelungsalgorithmen und Betriebsführungsstrategien
- für sektorgekoppelte, hybride Energiesysteme, die die Nutzenergien Wärme/Kälte und Elektrizität mit verschiedenen (insbesondere regenerativen) Endenergien bereitstellen,
- für Energieprosumer in Quartieren und Stadtvierteln mit einer elektrischen Nennleistung von ca. 1 MW.

Mit der technischen Verknüpfung und gemeinsamen Systemoptimierung von fünf überregional verteilten Energieinseln sieht das Projekt auch eine konkrete Umsetzung vor.

Das Projekt wird gefördert von INTERREG V Oberrhein 3.15 und von der Wissenschaftsoffensive 2018.

A.nub.l - Audio-visuelle nutzerorientierte Gebäudeinformation (2018 - 2020)

Klima-Lehrfilme aus Offenburg zu Nutzerverhalten und Gebäudetechnik. Weitere Informationen und Beispiele finden sich hier. Gefördert wird das Projekt von der badenova AG & Co. KG (Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz 2017) in Kooperation mit der Stadt  Offenburg.

Stadtklimamodell MOSAIK (2016 - 2019)

Im Verbundprojekt MOSAIK wird ein innovatives Stadtklimamodell entwickelt, welches in der Lage sein soll, das Stadtmikroklima in Großstädten wie Berlin mit einer räumlichen Auflösung von weniger als 10 m zu simulieren. Das Modell soll als benutzerfreundliches Werkzeug entwickelt werden, welches von Anwendern in der Stadtplanung eingesetzt werden kann. Darin entwickelt die Hochschule Offenburg das Gebäudemodell. Das Gebäudemodell berechnet zonenweise das Raumklima und den Energiebedarf eines Gebäudes in Abhängigkeit der spezifischen Parametrisierung. Das betrifft in erster Linie die Bauphysik der Fassade, die Nutzung des Raumes / Gebäudes, das Nutzerverhalten, die Regelstrategie / Betriebsführung und die technische Gebäudeausrüstung. Als antreibende Variablen werden die Fassaden- und Grenzschichttemperaturen so wie die lokale Einstrahlung und Windgeschwindigkeit (ggf. mit Windrichtung) aus dem Stadtklimamodell vereinbart. Das Gebäudemodell basiert auf einer analytischen Lösung der Fourier'schen Wärmeleitungsgleichung und der Energiebilanz des Raumes, um die Rechenzeit zu minimieren und eine weniger aufwändige Kopplung zwischen Raum- und Stadtklima über die Fassadentemperatur zu ermöglichen.

BMBF 01LP1601C

RIZ Energie - Regionales Innovationszentrum für Energietechnik (2015 - 2020)

Das RIZ Energie wird gefördert durch das EFRE-Programm, das Land Baden-Württemberg und den Stifterkreis. Weitere Informationen finden sich auf der RIZ-Webseite.

Forschungsallianz Oberrhein zu den technischen Grundlagen der Nachhaltigkeit (2016 - 2019)

In dieser Forschungsallianz geht es um die Reduktion des spezifischen Primärenergiebedarfs von energieintensiven industriellen Prozessen. Gefördert wird sie durch das Land Baden-Württemberg.

Messtechnische Evaluation von HLK-Komponenten (laufend)

Praxisnahe Leistungsmessung an unterschiedlichen bauteilintegrierten und/oder abgehängten Systemen stationär (in Anlehnung an DIN EN 1264, DIN EN 14037 und DIN EN 14240) und dynamisch in der Doppelklimakammer, auch unter Berücksichtigung von Fassadentechnik und Lüftungskonzept. Reglerentwicklung udn Betriebsführungsstrategie. Untersuchung von

Raumluftströmungen und thermischem Komfort im Labor für Raumluft- und Klimatechnik unter praxisnahen, stationären und dynamischen Bedingungen (keine DIN-Messung), auch unter Berücksichtigung von Zusatzheiz- und -kühlsystemen, Sondermessungen. Leistungsmessung an Systemen der Heizungstechnik unter praxisnahen Bedingungen (keine DIN-Messung).